Original von Dickerbaer
Die Sache mag ja ganz gut sein, insofern es in der Familie bleibt. Jedoch verkaufen auch gute Freunde ihre Rechner oder verkaufen alte Festplatten, kann dann was passieren? Falls "Ja", wäre ein Sicherheitsrisiko daher immer noch dabei.
Angenommen, jemand verkauft einen Rechner, auf dem das Tool installiert ist. Und dann? Der Käufer sieht, daß der Verkäufer dieses Tool installiert hat. Ob er es überhaupt benutzt hat und wem er damit geholfen hat und warum, sieht er nicht.
Derjenige, dem geholfen wurde, hat keine Netviewer-Software auf seinem Rechner installiert, nur einen Weblink auf dem Desktop, der auf eine Seite führt, wo man eine Session-ID eingeben kann. Daraus kann man maximal sehen, daß dem Besitzer des PCs mal mit dem Tool geholfen wurde. Von wem und warum, sieht man nicht.
Im Unterschied zum Remote Desktop von MS gibt es bei dieser Software keine direkte Verbindung zwsichen den beiden Rechnern, da der Sessionserver von Netviewer dazwischen steht.
Wirklich gefährlich sind private Daten, die auf Rechnerplatten hinterlassen wurden, Briefe, Rechnungen, Favoriten die auf fragwürdige Seiten verweisen, Schwarzkopien von Software... Hab gerade in einem anderen Forum von so einem Fall gelesen, wo jemand eine gebrauchte, "garantiert" leere Platte bekam und dann bootet sein Rechner nach dem Einbau dank eines Fehlers in der Bootreihenfolge Windows Server 2003 statt Windows 7. Soviel zur leeren Platte. Zumal die wahrscheinlich aus dem Bestand einer Firma stammte. So beginnen Datenskandale.
Zurück zu Netviewer. Ich dachte bei diesem Tool an die zahlreichen Diskussionen über Grafikeinstellungen bei Anno 1404, wo im Grunde keiner so genau wußte: was ist denn nun eingestellt? Was soll eingestellt werden? Hat der Ratsuchende die Einstellungen wie vorgeschlagen tatsächlich vorgenommen und hat der den Rat überhaupt richtig verstanden? Mit "Laß mal gucken wie das bei dir ist und ich zeig dir mal, wie das bei mir ist.", wäre manche Diskussion nur halb so lang gewesen.