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Admiral Drake

Schatzjäger

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1

Samstag, 2. September 2017, 20:17

Session-Konzept - was bedeutet das für Anno1800

Ich habe es nicht verstanden, aber ich kenne auch Anno2205 nicht. Es wird über das Session-Konzept geschrieben (auf Anno-Union) und ich würde zum einen gerne verstehen, was das in Anno2205 bedeutet hat und zum anderen diskutieren, was das in einem "herkömmlichen" Anno für einen Sinn haben könnte - angeblich soll es ja auch in Anno1800 wieder vorkommen.
Also - wer weiß etwas darüber ?
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2

Samstag, 2. September 2017, 20:25

Wie genau das in 1800 umgesetzt wird, weiß ich auch nicht und bin da auch noch ein wenig skeptisch, auch weil das nicht leicht zu lösen ist.

Was es bei 2205 war: Im Prinzip hat 2205 aus mehreren Inselwelten bestanden, die miteinander verbunden waren. Jede dieser Welten ist eine "Session". Stell dir vor, du spielst 1503 und hast nicht nur eine Karte mit Inseln, sondern fünf verschiedene, die über Handelsrouten miteinander verbunden sind und gleichzeitig aktiv sind. Während du auf deiner einen Welt eine neue Aristokratensiedlung aus dem Boden stampfst, kommt von einer anderen Welt ein Schiff mit Alkohol in deine Welt, um die trockenen Kehlen deiner Bürger zu befeuchten. Du könntest dann, wenn du merkst, dass der Alkohol nicht reicht, einfach per Knopfdruck eine andere Inselwelt lagern und dort für mehr Alkoholproduktion sorgen (vielleicht, nachdem du von deiner Hauptsiedlung noch ein Schiff mit Baumaterial dorthin geschickt hast), während deine frisch gebauten Aristokraten weiterhin fröhlich Kuchen essen und Steuern zahlen.
(Ok, in der Praxis waren es funktional eher nur einzelne Inseln auf getrennten Karten wie in Anno Online, aber das ist ein anderes Thema und führt eher zu der Frage, warum 2205 mir nicht gefallen hat)

Das ging bei 2205 gut, weil es keinen Transport von einzelnen Waren in der Welt gab (keine Karrenschieber, Schiffe, bzw nur zur Zierde), sondern Warenflüsse, also Bilanzen, von einer Welt in die andere. So hat die eine Welt durch so einen "Transport" einfach -50t Alkohol pro Stunde bekommen und die andere +50, das dann so Stück für Stück ins Lager tröpfelte.

Wie das in 1800 umgesetzt wird, jetzt, wo es eine Rückkehr zu einzeln transportierten Waren geben soll, was also mit den Welten, wo du gerade nicht bist, passiert, während du dort nicht bist, ist für mich aktuell eines der größten Fragezeichen, was ich zum Spiel habe und wo ich mir noch ein paar Sorgen mache.

Bei 1800 würde es sich sicherlich anbieten, so verschiedene Weltregionen miteinander zu verbinden, also Kolonie-Regionen nicht in der Hauptkarte zu haben, sondern in externen. Oder im klassischen Anno-Sprech: Für nicht-gemäßigte Klimazonen jeweils einzelne "Sessions", in denen sich dann die entsprechenden Inseln befinden. Ob das dem Spiel am Ende eher gut tut oder eher schadet, müssen wir abwarten. Vielleicht gibt es dazu in der Anno Union ja später noch was.

Admiral Drake

Schatzjäger

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3

Sonntag, 3. September 2017, 12:37

Na ja - da ist in der Tat vieles offen und ich habe da auch so meine Bedenken, abr durchaus auch Sympathie für Veränderungen.

Wenn ich es mir mit 1503 vorstelle, wären die "Sessions" einfach nur "Klimazonen", alles wäre in einem Spiel und die Handelsrouten verlaufen sowohl zwischen den Inseln einer "Session" wie auch zwischen den "Sessions". Das Konzept der Sessions würde also eigentlich nur "Ausschnitte" aus einem Gesamtspiel zeigen, was das Gesamtbild entzerrt und in der Tat nicht schlecht sein müsste. Da alles eins ist, läuft alles gleichzeitig, also die "Sessions", die ich gerade nicht ansehe, produzieren und handeln weiter, genauso wie in 1503 auf allen Inseln immer alles gleichzeitig aktiv ist. Man kann das jetzt natürlich modifizieren und Handelsrouten zwischen den Sessions etwa auf einen "Überseehafen" pro Session legen (oder mehrere solcher "Überseehäfen" zulassen), um Komplexität rauszunehmen und - was ja auch realistisch ist - klar zwischen "Binnenwirtschaft" und "Außenhandel" abzugrenzen.

Kolonien können so als "eigenständige Wirtschaftsräume" betrachtet werden (und isoliert bankrott gehen?), gleichzeitig ergibt sich eine imperiale Struktur durch Überseehandel, Diplomatie, Militär usw. Spannend wäre das auch für Aspekte des Aufstiegs, der Forschung, der Technologie etc. Da liegt viel Potential drin, allerdings dürften "Ladezeiten" beim Wechsel zwischen den Sessions nicht wirklch auftreten, 10 sec. sind verdammt lang, wenn man darauf wartet, dass sie vorüber gehen.
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Barbarella

Schatzjäger

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Dienstag, 5. September 2017, 20:50

Die Grundidee hinter den Sessions war, dass man auf diese Weise eine im Prinzip endlos große Karte erschaffen kann. Die ursprüngliche Idee war, wenn ich mich richtig erinnere, dass man immer weitere Einzelkarten zu einem Spiel hinzufügen kann. Dass das ganze in der Praxis dann eher mickerig ausfiel, weil die Karten der einzelnen Sektoren nach Annomaßstäben eher klein ausfielen, steht auf einem anderen Blatt.

In 2205 konnte man so außerdem Erde, Mond und Orbitalstation in ein Spiel bringen. Das hätte man sonst ja nicht auf eine "Erdkarte" packen können.

In 1800 könnte man mit diesem Prinzip Kontinente miteinander verbinden und dabei große Einzelkarten in den einzelnen Regionen haben.

Die Idee hat was für sich, aber die Ladezeiten waren echt ein Ärgernis. Ich habe mir immer zweimal überlegt, ob ich den Sektor wechsle und wenn ich einmal in einem Sektor war, habe ich gründlich überlegt, was ich alles auf einmal erledigen kann, um nicht ständig hin- und her springen zu müssen. Ich weiß es zu schätzen, dass ich bei den anderen Annos nach Belieben auf der Karte herumwandern kann und alles im Blick habe.

acon

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5

Dienstag, 5. September 2017, 21:02

Die Idee hat was für sich, aber die Ladezeiten waren echt ein Ärgernis. Ich habe mir immer zweimal überlegt, ob ich den Sektor wechsle und wenn ich einmal in einem Sektor war, habe ich gründlich überlegt, was ich alles auf einmal erledigen kann, um nicht ständig hin- und her springen zu müssen. Ich weiß es zu schätzen, dass ich bei den anderen Annos nach Belieben auf der Karte herumwandern kann und alles im Blick habe.

Zum einen will man mehr Platz, mehr Möglichkeiten, verschieden Kontinente/Welten etc die dennoch zusammenspielen, zum anderen darf die Leistung darunter nicht leiden.
Die Lösung in dem Fall ist das Spiel aufsplitten in mehrere Sub-Spielstände die halt genau geladen werden müssen.

Die Phantasie und Ideen sind immer ein Schritt vor der Technik.

Matt McCorman

Meereskenner

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Dienstag, 5. September 2017, 22:49

Ich denke, dass die Warenbilanzen in 2205 eine Auswirkung genau dieser Leistungsproblematik waren, oder damit einhergingen. So mussten von den anderen, gerade nicht geladenen Sessions nur die Bilanzen berücksichtigt werden.

Wenn man nun aber wieder physikalische Waren hat, müsste man ja eigentlich die komplette Warensimulation der anderen Sessions mitlaufen lassen - inklusive Handelsrouten, Piratenangriffen, Dürren und so weiter...? Ich glaube nicht, dass das funktioniert... abgesehen davon, dass ich ja mehr oder weniger "schnell" in eine der anderen Sessions wechseln können müsste / wollte, falls dort was aus dem Ruder läuft...

Keine leichte Thematik, die sich die Entwickler da vorgenommen haben - aber ich sehe definitiv auch die Vorteile der Sessions.

@Admiral Drake: Die Idee mit dem "Überseehafen" finde ich klasse! :up:
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IppoSenshu

Vollmatrose

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Samstag, 9. September 2017, 12:16

Ich finde die Idee der einzelnen Sessions eigentlich richtig klasse, dadurch können zum einen unterschiedliche Welten/Klimazonen mit jeweils eigenen Aufträgen usw. entwickelt werden und zum anderen sind die Karten viel größer.

Die Idee hat was für sich, aber die Ladezeiten waren echt ein Ärgernis.


Naja, da kann ich nur zustimmen, die Ladezeiten nerven etwas, aber wie will man das technisch anders lösen?
Dann doch lieber einzelne Sessions mit kurzen Ladezeiten und guter Performance als alles aufeinmal, ohne Ladezeiten aber mit starken Ruckeln, weil alles aufeinmal geladen und aktualisiert werden muss. Und soooo lange warten die Ladezeiten in 2205 nun auch nicht.