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Admiral Drake

Schatzjäger

  • »Admiral Drake« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 977

Registrierungsdatum: 3. November 2004

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1

Mittwoch, 6. September 2017, 12:38

Echte Waren und gerechnete Bedürfnisse

Ein Kernpunkt bei Anno1800 wird wohl wiedermal die Frage sein, wie sich die Abdeckung der Bedürfnisse darstellt.
In 1503 geht für jedes Haus jemand Waren einkaufen und besucht auch alle notwendigen Gebäude, und immer wenn so eine Einzelfigur kauft, besucht oder zu Hause ankommt, verändert sich der Warenbestand oder die Versorgung des Hauses und damit die Zufriedenheit der Bewohner.
Solch eine Detailverliebtheit führt zwangsläufig zu hoher Systembelastung und großen Problemen für einen Multiplayer-Modus.
In späteren Annos findet sich das auch so nicht wieder.
In 1404 wird "berechnet", wieviel Waren vorhanden sind, verbraucht werden und für die einzelnen Bewohner zur Verfügung stehen. Das passiert immer bezogen auf eine Insel.
Natürlich geht damit der Charme verloren, dass man selber steuert, wer wo was kaufen kann und z.B. nur einem Teil der Bevölkerung Tabak entzieht, aber die Vorteile des "Berechnens" überwiegen klar.

Was ist nun für Anno1800 geplant?
Es wird wieder echte Waren geben (wie auch bei 1404), sie werden bewegt und gelagert. Und es wird gerechnet.
Wie wäre es nun, wenn die Basis für die Berechnung nicht mehr die ganze Insel wäre, sondern eine einzelne Siedlung?
Man müsste dazu ein Konzept umsetzen, in dem mehrere "Siedlungen" auf einer Insel räumlich voneinander abgegrenzt existieren und jeweils eigene Warenbestände haben. Eine Siedlung sollte schon auch die ganze Insel umfassen können, aber eben nicht müssen.
Man braucht also sowohl die "Gründung" wie die "Erweiterung", wobei man einfach die Erweiterung so begrenzen müsste, dass immer Abstand zur Nachbarsiedlung bleibt. Das würde im übrigen sicher auch sehr gut aussehen.

Wie man das mit den Warenlagern macht (ein zentrales oder mehrere pro Siedlung) ist mehr logistisch, die Warenbestände einer Siedlung sollten in jedem Falle zusammengefasst werden und eben Grundlage für die Berechnung der Warenversorgung der Einwohner in der Siedlung sein.

Zum Transport von Waren zwischen Siedlungen müsste man dann Transportrouten einrichten und z.B. eine Eisenbahnverbindung bauen ...

Ich weiß nicht, ob ich zuviel in die spärlichen Infos hineininterpretiere, aber ich mutmaße mal, dass so etwas Ähnliches zumindest bei den Entwicklern diskutiert wird.
  Nur wer nichts tut, macht auch keine Fehler. Nicht meckern, sondern anpacken !

2

Mittwoch, 6. September 2017, 14:11

Anno hatte aber nie das Prinzip mehrere einzel Siedlungen auf einer Insel mit unterschiedlichen Werten vom gleichem Spieler, zumal es das ganze auch wohl rechnerisch zu weit aufblähen würde.
Realismus ist zwar gut aber man sollte es doch dezent umsetzen nicht alles tut einem Spiel gut. Zumal stell dir vor ich baue auf einer Insel 10 Siedlungen, wie soll da das Interface aussehen, ich müsste ja alle Infos komplett sehen können.

Das wird "zu viel des Guten" und Spieler wären damit am Ende auch vollkommen überfordert. Anno ist für die breite Masse gedacht nicht für ein paar wenige Experten, manche sind ja bei den jetzigen Annos schon manchmal Hilflos Überfordert, dein System würde es ja vervielfältigen.

Matt McCorman

Meereskenner

Beiträge: 873

Registrierungsdatum: 27. Mai 2003

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3

Mittwoch, 6. September 2017, 14:26

aber ich mutmaße mal, dass so etwas Ähnliches zumindest bei den Entwicklern diskutiert wird.

Diskutiert wird / wurde das bestimmt... ich war im Zusammenhang mit der Eisenbahn auch schon auf diesen Gedanken gekommen. Habe ihn aber aus den von Warlord genannten Gründen verworfen... das würde zu komplex werden sonst. Schon allein wegen des Multiplayers...
  Annoholic seit 1998 =) (Nein, ich bin nicht alt... ich bin nur schon etwas länger jung als andere.) :hey:

Picklock

Schatzjäger

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4

Mittwoch, 6. September 2017, 14:30

Und ich denke auch, das die inseln nicht groß genug sein werden um mehrere vernünftige Siedlungen auf dieser unterzubringen.